Jeder Mensch der dich kennt, hat eine Meinung zu dir.

Bist du als Anbieter oder dein Angebot bei – sagen wir – 100 Menschen bekannt, gibt es 100 Meinungen zu dir. Diese Meinungen können positiv sein, sie können auch negativ sein. Die Summe dieser Meinungen ist definiert als deine Marke. (Alle Begriffe werden hier erklärt.) Egal was du machst – ob du dich aktiv um deine Marke kümmerst oder ob du gar nichts unternimmst und sie dem Zufall überlässt – die Menschen werden bestimmte Dinge über dich denken.

Einige Menschen werden dich super finden, einige werden dich ganz furchtbar finden und andere denken sich wiederum: „Ist mir vollkommen egal.“ Die Markenentwicklung verfolgt das Ziel, genau diese Gedanken zu beeinflussen. Sie aktiv zu steuern und in eine bewusst definierte Richtung zu lenken, sodass die Zielgruppe am Ende dein Zeug kauft und nicht das der Konkurrenz.

Jede Handlung, jedes Wort auf deiner Webseite und jede E-Mail, die du an deine Zielgruppe verschickst, beeinflusst das Bauchgefühl, dass die Menschen in Bezug auf dich haben. Ob du dich aktiv um deine Marke kümmerst oder nicht – Markenentwicklung findet in jedem Fall statt. Entweder du bestimmst selbst, in welche Richtung sie geht, oder das Schicksal übernimmt diese Aufgabe für dich.

Markenentwicklung drückt dir einen Stempel auf.

Die Markenentwicklung hat grundlegend zwei Aufgaben:

  1. Sie sollte dir als Anbieter oder deinem Angebot einen Stempel aufdrücken, den die Zielgruppe versteht und der Teil deiner Marke wird.
  2. Sie soll dem gesamten Markt den genau gegenteiligen Stempel aufdrücken, um dich als die einzig sinnvolle Option dastehen zu lassen.

Oder Bildlich formuliert: Ziel der Markenentwicklung ist, eine authentische, leicht verständliche Schublade aufzubauen, in welche dich die Menschen stecken können, während sich die gesamte Konkurrenz dieselbe Schublade unter dir teilt.

Das ergibt einen mathematischen Marktvorteil für dich.

Nehmen wir an, du hättest 99 konkurrierende Anbieter, auch wenn die tatsächliche Zahl etwas höher ausfallen wird. Und ja – jedes Unternehmen hat Konkurrenz. Egal wie einzigartig du dich auch selbst finden magst. Selbst ein Anbieter für von einheimischen Rollstuhlfahrern geführte Wanderung in Südsomalia, die es nur einmal in dieser Form gibt, hat jeden anderen Urlaubsanbieter als Konkurrenz. Selbst die Entscheidung: „Ich bleibe diesen Sommer zu Hause auf dem Balkon.“, ist deine Konkurrenz.

Nehmen wir also wie gesagt 99 konkurrierende Anbieter. Mit ihnen hast du eine einprozentige Chance, dass die Wahl der Zielgruppe auf dich fällt. Die Zielgruppe trifft ihre Entscheidung entweder für dich, für Anbieter 2, für Anbieter 3, für Anbieter 4, und so weiter, bis Anbieter 100.

Durch die Markenentwicklung soll die Zielgruppe den Eindruck bekommen, dass sie eine 50/50-Entscheidung trifft: Entweder sie nimmt dich, oder irgendeinen der Konkurrenz. Die Zielgruppe muss nicht mehr aus 100 Anbietern wählen, sondern zunächst entscheiden, welche Schublade sie öffnet: Deine oder die der Konkurrenz. Oder anders ausgedrückt: Aus einer einprozentigen Chance, dass die Wahl auf dich fällt, wird eine fünfzigprozentige Chance.

Die Entscheidung der Zielgruppe lautet plötzlich: Nehme ich dich oder nehme ich dich nicht. 50 Prozent. Mehr nicht.

Stell dir vor alle Menschen der Zielgruppe werfen eine Münze. Fällt „Kopf“ bekommst du den Kunden, alle anderen teilt sich deine Konkurrenz.

Ziel der Markenentwicklung ist das Bauchgefühl der Menschen so zu steuern, dass sie dich als eine komplett konträre Lösung zum gesamten Rest ansehen. Gelingt dir dies, ist es völlig egal, ob du Teile deiner Zielgruppe durch eine besonders markante Positionierung ausschließt. Auf jeden Menschen der dich deswegen ablehnt folgen mindestens zwei, die dich genau deswegen so hart abfeiern, dass sie Geld für dein Angebot bezahlen möchten.


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